Magdeburg (bo) l Die Junge Alternative (JA), der Parteinachwuchs der AfD, hat in Magdeburg an mehr als 20 Lehrgebäuden, Schulen und an der Otto-von-Guericke-Universität die Deutschlandfahne gehisst. Der JA-Landesvorsitzende Jan Wenzel Schmidt sagte, damjt werde ein Zeichen „für mehr nationales Gemeinschaftsempfinden und mehr Zusammengehörigkeit deutscher Schüler und Studenten“ gesetzt. Werte, die an Sachsen-Anhalts Schulen zunehmend schwänden und nicht selten von oben herab systematisch aberzogen und zerstört würden. Auf die Frage, ob er diese Aktion mit den betreffenden Schulen abgesprochen habe, antwortete Schmidt: „Natürlich nicht.“

Eine Sprecherin der Magdeburger Uni sagte der Volksstimme, man habe sicher nichts gegen das Hissen der Deutschlandfahne auf dem Campus. „Völlig unakzeptabel ist aber für uns die Zielsetzung, nationales Gemeinschaftsempfinden und mehr Zusammengehörigkeit deutscher Studentinnen und Studenten damit zu verbinden. Wir sind weltoffen und wünschen uns für die mehr als 2900 internationalen Studierenden einen Campus und eine Stadt, in der sie sich willkommen fühlen. Ausgrenzung hat bei uns keinen Platz.“