Halle (dpa) l In Sachsen-Anhalt hat die Zahl der Flüchtlinge mit  sozialversicherungspflichtigen Jobs zugenommen. "Die Integration hat Fortschritte gemacht, sie läuft zum Teil besser als ursprünglich angenommen", sagte der Chef der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, Kay Senius. Ende Juni 2018 hatten rund 3660 Flüchtlinge eine sozialversicherungspflichtige Arbeit, etwa doppelt so viele wie im Vorjahr (1800).

Meist seien die Menschen in Zeitarbeitsfirmen, im Kraftfahrzeug-, Gast- und Dienstleistungsgewerbe tätig. Insgesamt waren Mitte 2018 in Sachsen-Anhalt rund 799 000 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 6500 mehr als im Vorjahr.

Noch Hürden bei Integration

Senius verwies zugleich auf weiter bestehende Hürden der Integration. So müssten bei vielen Flüchtlingen zunächst Sprachdefizite abgebaut werden. Zum anderen sei häufig auch die Ausbildung unklar. "Berufs oder Studienabschlüsse sind nicht immer kompatibel, andere haben gar keine vergleichbaren Qualifikationen", sagte er.

"Diese Menschen finden, wenn überhaupt, Helferjobs oder Jobs in der Leiharbeit." Für eine langfristige Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sei es daher umso wichtiger, dass sie eine Berufsausbildung oder Qualifizierung in Deutschland absolvieren.