Rübeland l Das Projekt zum Erhalt beziehungsweise zur Rettung der Grottenolme in der Rübeländer Hermannshöhle kann fortgeführt werden. Möglich wird dies durch eine Förderung der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt in Höhe von 10.000 Euro. Der Zuwendungsbescheid ist jetzt der Antragstellerin Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz zugegangen, sagte deren zweiter Vorsitzender Friedhart Knolle. Mit dem Geld soll eine internationale Fachtagung organisiert werden.

Internationale Forscher erwartet

Im Oktober werden dazu Forscher aus Frankreich und Slowenien in dem Höhlenort erwartet. Ziel ist es, Möglichkeiten zu finden, um den Lurchen bessere Lebensbedingungen zu schaffen. Gleichzeitig hoffen die Forscher weiter auf Nachwuchs. Im Januar 2015 hatte sich bei einer Untersuchung herausgestellt, dass sich entgegen der bisherigen Annahme fünf Weibchen unter den damals noch neun Olmen befanden und einige von ihnen sogar Eier trugen. Ein erster Versuch zur Aufzucht scheiterte allerdings im Oktober 2016, weil die Brut abstarb. Derzeit leben noch sieben der Urzeitwesen in der Höhle. Sie sind inzwischen mehr als 60 Jahre alt.