Bericht: Rotes Kreuz meldet Engpass bei Blutreserven

Von dpa
Blut läuft während einer Blutspende des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vom Arm einer Spenderin durch eine Nadel in einen Beutel.
Blut läuft während einer Blutspende des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vom Arm einer Spenderin durch eine Nadel in einen Beutel. Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Halle - Mehr Operationen in den Kliniken und weniger Spender führen einem Medienbericht zufolge zu einem Engpass bei den Blutreserven des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Sachsen-Anhalt. „Die Lage ist besorgniserregend. Die Depots sind fast leer, aber der Bedarf ist deutlich gestiegen“, zitierte die in Halle erscheinende „Mitteldeutsche Zeitung“ (Mittwochsausgabe) den Sprecher des auch für Sachsen-Anhalt zuständigen DRK-Blutspendedienstes im niedersächsischen Springe, Markus Baulke.

Dem Bericht zufolge reichen die Reserven nur noch für einen Tag statt der angestrebten fünf Tage. Ein Grund für den erhöhten Bedarf an Blut sei die Zunahme an Behandlungen in den Krankenhäusern, weil nun auch verschobene Operationen stattfänden. „Aber jetzt fehlen die Spender. Es gibt jedes Jahr ein Sommerloch. Aber dieses ist besonders groß“, erläuterte Baulke. Im Ernstfall drohten Absagen von Operationen.

Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ unter Berufung auf das Rote Kreuz weiter berichtete, gab es im Juni in Sachsen-Anhalt 8000 Spenden, gebraucht wurden demnach 8800. Im Juli seien es 8300 Spenden bei einem Bedarf von 8700 gewesen. Baulke zufolge stehe die Blutgruppe 0 derzeit gar nicht zur Verfügung.