Halle (dpa) l Sachsen-Anhalt schrumpft. Die Zahl der Einwohner ging im ersten Halbjahr 2017 um 6565 oder 0,3 Prozent zurück, wie das Statistische Landesamt am Freitag (13. April) in Halle mitteilte. Die Hauptursache sei, dass mehr Menschen sterben als neu geboren werden. Vorläufigen Zahlen zufolge wurden zwischen Januar und Juni gut 8700 Kinder geboren, im selben Zeitraum aber fast 17.100 Sterbefälle beurkundet.

Es gab zwar einen Wanderungsgewinn, der die Bevölkerungsentwicklung aber nicht umkehren konnte. Gut 24.700 Menschen zogen im ersten Halbjahr 2017 nach Sachsen-Anhalt, rund 22.900 verließen das Bundesland. Alles in allem lebten hier zum 30. Juni vergangenen Jahres 2,2 Millionen Menschen, genauer 2.229.687.

Größter Rückgang im Harz

Die Regionen entwickelten sich unterschiedlich. Magdeburg verzeichnete laut Statistik einen geringen Bevölkerungsgewinn von 0,1 Prozent, die kreisfreien Städte Halle und Dessau-Roßlau sowie alle Landkreise hingegen verloren in den ersten sechs Monaten 2017 zwischen 0,7 und 0,1 Prozent ihrer Einwohnerzahl. Die größten Bevölkerungsverluste wurden in den Landkreisen Harz (minus 0,7 Prozent) und Anhalt-Bitterfeld (minus 0,6 Prozent) registriert.

Der Blick auf die kommunale Ebene zeigt, dass von 218 Gemeinden 48 einen Bevölkerungsgewinn verzeichneten. Den höchsten Zuwachs habe Bülstringen im Landkreis Börde mit 1,9 Plus gehabt, hieß es. Die Gemeinde mit dem größten Rückgang sei Wethau im Burgenlandkreis mit minus 4 Prozent.