Magdeburg (dpa) | Sollte die Bundeswehr in Sachsen-Anhalt zur Bekämpfung des Borkenkäfers zum Einsatz kommen, müssten dies nach Auffassung der Grünen im Land die Waldbesitzer bezahlen. Die Kosten dürften nicht am Steuerzahler hängen bleiben, erklärte Landesvorsitzende Susan Sziborra-Seidlitz am Freitag in Magdeburg laut einer Mitteilung der Partei. Es sei gut, dass die Bundeswehr in Deutschland auch in zivilen Katastrophenfällen zur Hilfe bereit stehe. "Aktuell kämpfen wir in den Wäldern in Sachsen-Anhalt allerdings nicht mit einer solchen Gefahr für Leib und Leben, sondern mit den Folgen einer kurzsichtigen Bewirtschaftung mit Monokulturen in unseren Wäldern, die der Klimakrise schlicht nicht mehr gewachsen sind", so die Politikerin.

Ganz offensichtlich seien die privaten Waldbesitzer, die jahrzehntelang gutes Geld mit der Bewirtschaftung verdient hätten, mit der Situation und ihrer Verantwortung überfordert. Die einzig nachhaltige Lösung dieser "Monokulturkrise" sei die Aufforstung mit klimafesten Mischwäldern. Dabei sollten öffentliche und private Hand gemeine Lösungen finden. "Hierfür halten wir in angemessenem Rahmen den Einsatz von Steuermitteln, wie in Sachsen-Anhalt seit langem praktiziert, für sinnvoll", sagte Sziborra-Seidlitz.