Magdeburg l Nach der neuen Erkenntnis im Fall zum tragischen Tod des FCM-Fans Hannes Schindler will die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt das Thema erneut aufgreifen. Die Abgeordnete Eva von Angern will den Fall auf die Tagesordnung der Rechtsausschuss-Sitzung am 13. März setzen lassen.

Hintergrund ist eine Sendung von „stern-TV“. Dort hatte Heinz-Peter Günther, Fachanwalt für Strafrecht und Anwalt der Eltern Horst und Silke Schindler, gesagt, die Staatsanwaltschaft werde eine neue Zeugenaussage überprüfen. Es geht um eine mutmaßliche Augenzeugin, die sich schon nach dem Vorfall bei der Polizei gemeldet hatte, deren Aussage aber nie aufgenommen wurde. Die Staatsanwaltschaft hat bestätigt, dass die Zeugin in der kommenden Woche geladen ist.

Die Linke fordert die Landesregierung nun auf, zu neuen Erkenntnissen „voll umfänglich Bericht zu erstatten“. Es solle in diesem Zusammenhang auch dargestellt werden, „ob und in welchem Umfang sich neue Ermittlungsansätze herleiten lassen, und ob das Verfahren wieder aufgenommen werden soll“, sagte von Angern.

Der damals 25-jährige FCM-Fan Hannes Schindler war 2016 während einer Zugfahrt mit mehreren Fans des Halleschen FC aneinander geraten. Noch während der weiteren Fahrt stürzte er aus dem fahrenden Zug und verletzte sich tödlich - unter welchen genauen Umständen, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden ein halbes Jahr später eingestellt.