Burg (dpa) l Wegen des extremen Sommers mit gut einhundert Hitzetagen kommt die in Kürze zu Ende gehende Landesgartenschau in Burg auf gut ein Drittel weniger Besucher als erwartet. "Wir werden unterm Strich etwa 300.000 Besucher haben", sagte der Geschäftsführer der Landesgartenschau Burg GmbH, Erhard Skupch, der Deutschen Presse-Agentur. Alleiniger Grund sei das Wetter, so Skupch. Gärtnerisch habe man überzeugt, auch das Begleitprogramm mit Konzerten und Festen habe gepasst. "Die Menschen waren und sind sehr zufrieden. Diese Schau war ein Segen für Burg."

Zur Eröffnung am 21. April waren die Verantwortlichen von einer Gesamtbesucherzahl von rund 450.000 ausgegangen. "Diese Marke erreichen wir auf keinen Fall", sagte Skupch. Dafür sei es zu lange zu heiß gewesen. Bereits Mitte Juli hatten die Organistoren den wetterbedingten Gästeschwund prognostiziert. 

Bad Dürrenberg nächster Standort

Die Landesgartenschau in Burg im Jerichower Land läuft noch bis 7. Oktober unter dem Motto "... von Gärten umarmt". Auf dem 17 Hektar großen Gelände in der Stadt gibt es 21 Themen- und zwölf Stadtgärten. Rund 17 Millionen Euro seien in die Kernflächen geflossen, konkret in den Goethe- und Flickschupark, in den Weinberg und die Ihlegärten. Weitere 23 Millionen Euro seien in die städtische Infrastruktur investiert worden. 2022 stehe die fünfte Landesgartenschau in Bad Dürrenberg an.

Aktuell werde gemeinsam mit der Stadt am Nachnutzungskonzept gearbeitet. Es seien bereits erste Beschlüsse gefasst worden, hieß es. "Am 13. September wurde mit großer Mehrheit vom Stadtrat beschlossen, dass die Landesgartenschau Burg GmbH bis 31. Mai 2019 weiterarbeitet", sagte Stadtsprecher Bernhard Ruth. Konkret gehe es um die Weiterführung der Anlagenpflege und den Betrieb der Touristinformation im Bahnhof. "Die Verantwortlichen koordinieren auch den Rückbau einiger Teilflächen", sagte Ruth. Damit das zuvor zu verkleinernde Team weitermachen kann, steht Ruth zufolge ein Budget von gut einer Million Euro zur Verfügung.

Beschlossen habe der 36-köpfige Stadtrat auch, dass bis Anfang Dezember eine möglichst kommunale Organisationsform für den langfristigen Weiterbetrieb des Geländes gefunden werden muss. "Für die kleinteiligen Inhalte des Nachnutzungskonzepts wurde außerdem eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich beispielsweise um Details wie den Rückbau von Zaunanlagen und die künftige Verschlusssicherheit kümmert." Am 5. Dezember werde die Landesgartenschau erneut Thema im Stadtrat sein, hieß es.

Weitere Infos rund um die Laga in Burg gibt es in einem Dossier.