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Gewerkschaft droht in Tarifrunde mit Warnstreiks

Von dpa 27.09.2021, 13:32 • Aktualisiert: 29.09.2021, 21:59
Das Logo der IG Metall ist an einer Wand zu sehen.
Das Logo der IG Metall ist an einer Wand zu sehen. Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

Hannover/Magdeburg - In den Tarifgesprächen für rund 32.000 Beschäftigte der Holz- und Kunststoffindustrie in Niedersachsen hat die IG Metall nach der zweiten Runde Warnstreiks angedroht. Man werde „in den Kampfmodus schalten“, kündigte die Gewerkschaft am Montag an. Verhandlungsführer Markus Wente sagte: „Ab dem 14. Oktober endet die Friedenspflicht, und wir sind bereit, unseren Forderungen auch vor den Betrieben mit ersten Warnstreik- und Protestaktionen Nachdruck zu verleihen.“ Zur Mobilisierung laufe eine Online-Kampagne an. „Wir erwarten bei der Rückkehr zu einer dritten Gesprächsrunde endlich messbare Bewegung der Arbeitgeber.“

Die Gewerkschaft verlangt für die tarifgebundenen Belegschaften und Azubis in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt 4,5 Prozent mehr Geld. Zudem soll es bessere Möglichkeiten für Altersteilzeit geben. Während es für die niedersächsischen Betriebe schon das zweite Treffen gab, sollen die Gespräche in Sachsen-Anhalt im November beginnen. In beiden Ländern arbeiten mehr als 37.000 Menschen in der Branche.

Ziel der IG Metall ist ein ein Jahr laufender Tarifvertrag inklusive Aufstockung des „Demografiefonds“ um 450 auf 750 Euro. Dieser soll die Altersteilzeit mitfinanzieren. Ihn eingerechnet kämen 5,8 Prozent zusammen, hieß es. Bisher böten die Arbeitgeber nur eine Erhöhung, die angesichts anziehender Inflation einen Reallohnverlust bedeute. Für Niedersachsen wird am 18. Oktober weiterverhandelt.