Gewerkschaft sieht im Wahlergebnis Licht und Schatten

Von dpa
Susanne Wiedemeyer, Leiterin des DGB Landesbüros Sachsen-Anhalt.
Susanne Wiedemeyer, Leiterin des DGB Landesbüros Sachsen-Anhalt. AOKMD/DGB/dpa/Archivbild

Magdeburg - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Sachsen-Anhalt blickt mit gemischten Gefühlen auf das Ergebnis der Landtagswahl. „Auf der einen Seite freuen wir uns natürlich, dass auf keinen Fall die AfD die stärkste Fraktion geworden ist, sondern dass die demokratischen Parteien deutlicher gewonnen haben“, sagte DGB-Landesleiterin Susanne Wiedemeyer am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Aber man bekomme auch mit, dass sich die AfD in den letzten fünf Jahren radikalisiert habe und dass trotzdem 20 Prozent diese „radikalisierte Partei“ wählten.

Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen sei den Gewerkschaften vor allem wichtig, dass sich die Parteien aktiv für gute Arbeit mit Tarifvertrag und Betriebsrat einsetzen, so Wiedemeyer. Die Menschen erwarteten eine mutige und fortschrittliche Regierung, die die Aufgaben der Zukunft meistert, hieß es zuvor in einer DGB-Mitteilung. Das Land stehe mit der Corona-Pandemie, der Digitalisierung und der Transformation ganzer Industriezweige vor gewaltigen Herausforderungen.