Religion

Grütters: Kampf gegen Antisemitismus als Daueraufgabe

Von dpa 07.10.2021, 21:01 • Aktualisiert: 08.10.2021, 23:07
Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, hält eine Rede bei einer Veranstaltung "Medienbild im Wandel: Jüdinnen und Juden in Deutschland“.
Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, hält eine Rede bei einer Veranstaltung "Medienbild im Wandel: Jüdinnen und Juden in Deutschland“. Carsten Koall/dpa

Halle/Berlin - Kulturstaatsministerin Monika Grütters sieht zwei Jahre nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle den Kampf gegen Antisemitismus weiter als Daueraufgabe. „Er erfordert die konsequente Härte des Strafrechts, die unmissverständliche Ächtung durch alle Gruppen unserer Gesellschaft, Aufklärung und schulische Bildung“, erklärte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend. Zugleich sei es wichtig, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland nicht nur mit dem Thema Antisemitismus verbunden würden. „Deshalb müssen wir gerade in Kultur und Medien die Lebendigkeit und Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland immer wieder sichtbar machen.“

Am 9. Oktober begeht Halle den zweiten Jahrestag des Halle-Attentats. Damals hatte ein schwerbewaffneter Terrorist versucht, am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur in die Synagoge einzudringen und ein Massaker anzurichten. Er gelangte jedoch nicht in das Gotteshaus, erschoss dann die 40-jährige Passantin Jana L. und später in einem Döner-Imbiss den 20-Jährigen Kevin S.. Auf der Flucht verletzte er weitere Menschen und lieferte sich einen Schusswechsel mit der Polizei, bevor er festgenommen wurde. Das Oberlandesgericht Naumburg verurteilte den Mann Ende 2020 zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung.