Bitterfeld l Gute Nachricht für den Wirtschaftsstandort Bitterfeld: Laut Nachrichtenagentur dpa will der Autobauer Daimler 2039 in der Produktion und in der Neuwagenflotte CO2-neutral arbeiten. Ein Schritt dahin ist Daimler-Entwicklungsvorstand Markus Schäfer zufolge, dass die Stuttgarter auch Batteriezellen aus der vom US-chinesischen Konzern Farasis in Bitterfeld geplanten Zellfabrik beziehen werden – diese sei von Anfang an auf CO2-neutrale Herstellung ausgerichtet. „Natürlich liegt der Hauptfokus jetzt auf Elektrifizierung, elektrischen Antrieben, Batterieentwicklung“, sagte Markus Schäfer auf der Automesse IAA in Frankfurt.

Mit Farasis hat Sachsen-Anhalt im Mai die größte Unternehmens-Investition seit 15 Jahren an Land gezogen. Der global führende Batteriehersteller will bis Ende des Jahres 2022 ein Werk mit einer Kapazität von zunächst sechs Gigawattstunden errichten. Damit können etwa 100.000 Mittelklasse-Elektro-Pkw bestückt werden.

Laut Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt will Farasis in Bitterfeld mehr als 600 Millionen Euro in das neue Werk investieren. 30 Millionen Euro Fördergeld steuert das Land Sachsen-Anhalt bei. Geplant ist, dass im Endausbau mindestens 600 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD): „Sachsen-Anhalt entwickelt sich zum Land der Zukunftstechnologien.“

Das Unternehmen Farasis wurde 2002 in Kalifornien gegründet und beschäftigt derzeit weltweit mehr als 3500 Mitarbeiter. Es betreibt Forschungszen­tren in den USA und in China. Derzeit gibt es Werke in Ganzhou und in Zhenjiang. Bitterfeld wird der erste Fertigungs­standort in Europa.