Premnitz/Biederitz l Der Fall ist mysteriös und bis heute ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft Potsdam tappt selbst fast ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf die ehemalige CDU-Kommunalpolitikerin aus Biederitz im Jerichower Land in ihrem neuen Wohnort im Brandenburgischen immer noch im Dunkeln.

Am 10. Februar dieses Jahres war der Ford von Ute P. gegen 20 Uhr nur etwa 100 Meter vom Haus ihrer Mutter entfernt auf einem Feldweg des Premnitzer Ortsteils Mögelin (Havelland) entdeckt worden. Der Lebensgefährte der 57-Jährigen hatte die Polizei informiert.

Auf dem Fahrersitz des Silbermetallic-Autos hatte die ehemalige Biederitzerin blutüberströmt und tot gesessen. Später waren mindestens zwei Schüssse in die Brust der Frau festgestellt worden.. Was jedoch nicht gefunden worden war, waren die zu den Projektilen gehörenden Patronenhülsen.

Verdacht gegen Nachbarn

Kurz nach dem Mord, dessen Hintergrund ebenfalls noch völlig unklar ist, war nach einem Mann gesucht worden, der in Mögelin in der Nachbarschaft von Ute P. wohnte. Der 46-Jährige war in Verdacht geraten, weil er gegenüber der Frau bereits früher handgreiflich geworden sein soll. Allerdings hatte sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärtet.

Ute P. war im Jerichower Land bekannt gewesen. Sie hatte nach der Wende aus dem ehemaligen Biederitzer Getränkestützpunkt die Gaststätte „Gänsekrug“ gemacht. Das Lokal hatte sie jedoch nach der Silvesterfeier 2016 aufgegeben und später verkauft. Der Erlös sollte Startkapital für ihr neues Projekt im Havelland sein. Gemeinsam mit ihrem neuen Partner wollte sie auf einem ehemaligen GST-Gelände einen Pferdehof mit Hotel aufbauen.

Die MDR-Sendung „Kripo live“ hatte sich am 17. Februar 2018 mit dem Fall der Ex-Gemeinderätin beschäftigt.