PCs in der Schule

Minister einigen sich zu Software für Schüler

Sachsen-Anhalt könnte als erstes Bundesland mit Microsoft einen Vertrag über ein kostenloses Software-Paket abschließen.

Von Hagen Eichler

Magdeburg l Ein kostenloses Software-Paket von Microsoft für alle Schüler und Lehrer in Sachsen-Anhalt ist wahrscheinlicher geworden. Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) hatte das Vorhaben im März angeschoben, allerdings fühlte sich sein Parteifreund, Kultusminister Stephan Dorgerloh überrumpelt. Jetzt haben sich beide auf Bedingungen für das Vorhaben geeinigt.

Auf keinen Fall, betont das Kultusministerium, dürften die Daten der Nutzer an Microsoft weitergegeben werden. Auch müssten Schüler und Lehrer die Möglichkeit haben, andere Software und andere Bildungsmedien zu nutzen. Werbung für Microsoft-Produkte sei ausgeschlossen.

Grundsätzlich gebe es Bedarf für ein einheitliches und kostengünstiges Software-Paket in den Schulen, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums. „Das Angebot von Microsoft könnte diesen Bedarf decken.“ Mit jederzeit aktuellen Programmen könnten Schüler Kenntnisse und Fähigkeiten für den heutigen Arbeitsmarkt entwickeln.

Der CDU-Bildungspolitiker Hardy Peter Güssau hofft auf einen Start des Vorhabens noch in diesem Jahr. Der Bildungsausschuss des Landtags will sich im letzten Quartal des Jahres vom Kultusministerium informieren lassen und auch mitentscheiden. Sachsen-Anhalt wäre das erste Bundesland, das seinen Schulen durch einen Vertrag mit Microsoft kostenlose Software sichert. Meinung