Wolmirstedt (dpa) l Nach der länger unbemerkten Aufnahme eines ehemaligen NPD-Mitglieds und Mitarbeiters eines AfD-Abgeordneten in die CDU will der zuständige Kreisverband Börde sein Aufnahmeverfahren ändern. Künftig werde der Vorstand alle Aufnahmewilligen zu einem persönlichen Gespräch einladen, sagte Kreisverbandschef und Innenminister Holger Stahlknecht am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Bei der Aufnahme sei ihnen einen Fehler unterlaufen. Ihm sei der Name bei der abendlichen Kreisverbandssitzung nicht aufgefallen. "Es tut mir leid, aber ich weise entschieden von mir, dass wir NPD-Mitglieder oder AfD-Mitarbeiter aufnehmen", sagte er.

Zuvor war bekannt geworden, dass Stahlknechts Kreisverband den Mitgliedsantrag eines persönlichen Mitarbeiters des AfD-Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt im September vergangenen Jahres zunächst angenommen hatte. Erst Monate später fiel die problematische Personalie auf. Inzwischen ist die Aufnahme laut Landes-CDU rechtskräftig widerrufen. Die "Mitteldeutsche Zeitung" hatte am Freitag darüber berichtet und daran erinnert, dass der Name des Mannes bereits durch die Presse gegeistert war, als die AfD ihm als früherem NPD-Mitglied einen Job gegeben hatte.