Gardelegen l Protest gegen die AfD in Sachsen-Anhalt. Vor dem Landesparteitag am Sonnabend in Gardelegen demonstriert ein linkes Bündnis unter starkem Polizeieinsatz vor dem Volkshaus lautstark gegen die AfD.

Das Bündnis schreibt in einem Aufruf unter anderem: "Wir wollen nicht zulassen, dass sich der gesellschaftliche Diskurs hin zu den menschenfeindlichen Ideologien von alten und neuen Nazis verschiebt."

Die Entscheidung, den Landesparteitag am Holocaust-Gedenktag unweit der NS-Gedenkstätte Isenschnibbe durchzuführen, sei eine Provokation und eine Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus. "Unsere Alternative heißt Solidarität und Aufstehen gegen Rassismus, Hetze und Neofaschismus", so die Organisatoren des Protests.

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Die Demonstranten begrüßten die anreisenden AfD-Mitglieder am Morgen mit Transparenten, Pfeif- und Trommelkonzerten. Einige Teilnehmer versuchten immer wieder, die Polizeikette vor dem Veranstaltungsort des AfD-Parteitags zu überwinden. Es kam zu Provokationen und Rangeleien, die von einzelnen Teilnehmern des Bündnisses ausgingen. Die Polizei musste eingreifen.

Die Landes-AfD hatte zu einem Mitgliederparteitag gerufen. Sie will unter anderem ihre Position zur Giftmülldeponie Brüchau in der Altmark diskutieren. Zudem steht der Streit um die vom Landesvorstand geplante und vom Schiedsgericht gekippte Auflösung des Kreisverbands Börde auf der Tagesordnung.

Der Landesparteitag wurde mit einer halben Stunde Verspätung eröffnet. AfD-Landeschef André Poggenburg sprach von "Linkschaoten". Er sagte: "Von dieser Baggage ist nichts anderes zu erwarten."