Magdeburg l Der Prozess gegen einen Syrer, der wegen gefährlicher Körperverletzung in Magdeburg angeklagt ist, wird voraussichtlich noch bis Oktober dauern. Der 34-Jährige, der in Untersuchungshaft sitzt, soll im April 2019 einen Mann an der Straßenbahnhaltestelle Hasselbachplatz mindestens dreimal mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

Eine Woche später soll er einer Frau durch einen Faustschlag Augenhöhlenboden und Nase gebrochen haben. Am Mittwoch wurden zwei Zeugen aus Lemgo (NRW) gehört, die aussagten, dass derselbe Mann dort ebenfalls ohne Vowarnung und Grund zugeschlagen habe.

Zudem wurde ein Befangenheitsantrag, den der Syrer gegen die psychiatrisch-psychologische Gutachterin gestellt hatte, von der Kammer als unbegründet abgelehnt. Prozessbeobachter sprechen von Verzögerungstaktik des Angeklagten. So habe er am Mittwoch plötzlich den Dolmetscher nicht mehr verstanden.