Sachsen-Anhalt gibt 22.000 Impfdosen an den Bund zurück

Lange war der Corona-Impfstoff äußerst knapp. Nun retourniert auch Sachsen-Anhalt ungenutzte Dosen an den Bund - allerdings vor allem wegen einer Änderung der Impfkampagne.

Von dpa 10.08.2021, 05:21 • Aktualisiert: 10.08.2021, 14:15
Eine Ampulle mit Covid-19-Impfstoff von Moderna.
Eine Ampulle mit Covid-19-Impfstoff von Moderna. Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/Symbolbild

Magdeburg - Sachsen-Anhalt gibt 22.000 ungenutzte Impfdosen des Herstellers Astrazeneca an den Bund zurück. Dieser Corona-Impfstoff sei für die Zweitimpfung vorgesehen gewesen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Da Menschen, die eine Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen haben, nun aber als zweite Dosis einen mRNA-Impfstoff erhalten, seien die Impfdosen übrig. Anfang Juli hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) diese sogenannte Kreuzimpfung empfohlen. Die ungenutzten Astrazeneca-Stoffe liegen aktuell noch in einem Lager des Landes.

Die Bundesregierung hatte den Ländern die Möglichkeit eröffnet, ungenutzte Impfstoffe als Spende für andere Staaten, die sie dringend benötigen, an den Bund zurückzugeben. Dabei geht es zunächst um Astrazeneca und das Präparat von Johnson & Johnson - und zwar ausschließlich um jene Vorräte, die ursprünglich für Impfzentren bestimmt waren. Von Arztpraxen und Betriebsärzten bestellte, aber nicht eingesetzte Impfdosen sind von der Aktion nicht betroffen.

Bis einschließlich Sonntag waren in Sachsen-Anhalt rund 1,27 Millionen Menschen (57,9 Prozent) einmal und etwa 1,16 Millionen Personen (52,6 Prozent) vollständig gegen Corona geimpft.