Diskussion über Direktzahlungen Sachsen-Anhalts Bauern revoltieren gegen EU-Plan
Im Streit um die Neugestaltung der Flächenprämien gehen Sachsen-Anhalts Landwirte weiter auf Konfrontationskurs mit Brüssel. Kompromisse lehnen sie ab.

Magdeburg. - Die Landwirte in Sachsen-Anhalt beharren auf ihrer Forderung an EU-Agrarkommissar Christophe Hansen, von der Reform der EU-Direktzahlungen ab dem Jahr 2028 Abstand zu nehmen. Werden die Pläne umgesetzt, würden die Flächenprämien auf 100.000 Euro gedeckelt. Bislang erhalten Landwirte die Zahlungen pro Hektar unabhängig von der Größe des Unternehmens. Vor allem in Ostdeutschland, wo Betriebe historisch bedingt sehr große Flächen bewirtschaften, drohen erhebliche Einschnitte. Hansen möchte die frei werdenden Gelder zugunsten von Familienbetrieben umverteilen, die er momentan als benachteiligt ansieht.
