Magdeburg/Haldensleben l Seit dem frühen Dienstagmorgen bricht der "Seewolf" zwischen Haldensleben und Magdeburg zentimeterdicke Eisschollen auf dem Mittellandkanal. Dies ist notwendig, da sonst die tonnenschweren Binnenschiffe nur schwer aus den Häfen herauskommen.

"Stier" bleibt in Bereitschaft

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Magdeburg hat einen ihrer Eisbrecher in Bewegung gesetzt. Der "Stier" zieht seit dem Montagmorgen rings um das Magdeburger Wasserstraßenkreuz seine Kreise. Während die Zufahrt zur Schleuse Rothensee durch eine Sprudelanlage weitgehend eisfrei gehalten wird, hat sich auf Teilen des Mittellandkanals eine dicke Eisschicht gebildet. Damit die Binnenschiffer - trotz der vorhergesagten Minusgrade in den nächsten Tagen - in Richtung Elbe übersetzen können, wird der "Stier" auch weiterhin in Bereitschaft bleiben.

In der Nacht zum Dienstag stürzte die Temperatur auf fast minus 15 Grad Celsius und auch nach Sonnenaufgang zeigte das Thermometer noch Minus 10 Grad. Kapitän des 400 PS starken Eisbrechers ist Frank Hoffmann. Seit Jahren hat er derartige Wetterextreme nicht mehr erlebt: „...der letzte strenge Winter mit Folgen für die Schifffahrt war der von 2011 nach 2012."

 Auch für die nächsten Tage ist der Einsatz von Eisbrechern auf dem Mittellandkanal notwendig.