Magdeburg l Ein kleiner Biss kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen, Krankheiten, wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In Sachsen-Anhalt wurden im vergangenen Jahr 503 Fälle von Borreliose behandelt. Das ist zwar statistisch ein Rückgang zu 2016, aber Mediziner gehen davon aus, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt, weil die bakterielle Infektionskrankheit oft nicht sofort erkannt wird und die Diagnose schwierig ist. Schwerpunktkreise waren 2019 Börde (127) und Salzlandkreis (107).

Angestiegen ist die Zahl der durch Viren hervorgerufenen FSME-Erkrankungen in Sachsen-Anhalt von einem nachgewiesenen Fall 2016 auf fünf Fälle im vergangenen Jahr. Diese Krankheit wird hauptsächlich durch den einheimischen Gemeinen Holzbock übertragen. Seit Jahren breiten sie sich aus den extremen Risikogebieten Bayern und Baden-Württemberg nach Norden aus. Im vergangenen Jahr registrierte das Robert-Koch-Institut deutschlandweit 443 FSME-Infektionen. In Risikogebieten wird eine Schutzimpfung empfohlen.

In Mitteldeutschland sind besonders Sachsen mit sieben Gebieten (2020 neu: Dresden, Landkreis Meißen) und in Thüringen elf Gebiete (20 neu: Landkreis Schmalkalden-Meiningen) betroffen. Erschwert wird die Situation, weil eingewanderte Zecken, wie die „Hyalomma“, die in Asien, Nordafrika und Südeuropa heimisch sind, aufgrund des Klimawandels in unseren Breiten überwintern können.

Zeckenbissen vorbeugen:

● Nicht im hohen Gras oder Unterholz aufhalten,

● geschlossene, helle Kleidung, lange Ärmel und Hose, Socken über die Hosenbeine ziehen, eventuell Stiefel,

● insektenabweisende Mittel verwenden,

● Körper absuchen nach Aufenthalt im Freien. Bevorzugte Körperregionen sind Kniekehlen, Achseln, Schambereich, Bauchnabel, Bauchfalten und der Bereich hinter den Ohren.

● insektenabweisende Mittel verwenden,

● Körper absuchen nach Aufenthalt im Freien. Bevorzugte Körperregionen sind Kniekehlen, Achseln, Schambereich, Bauchnabel, Bauchfalten und der Bereich hinter den Ohren.

● Je schneller die Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Infektionsrisiko.