Magdeburg l Der Landtag von Sachsen-Anhalt  befasst sich mit dem geplanten Stellenabbau beim Windanlagenbauer Enercon. Das Unternehmen hat angekündigt, dass bis zu 3000 Jobs wegfallen sollen – die Hälfte davon in Magdeburg.

Die Linke fordert in einem Antrag unter anderem, dass diese „soziale Katastrophe“ zum Anlass genommen werden solle, die Fördergeld-Vergabe „deutlich effektiver an den Erhalt von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in Sachsen-Anhalt zu knüpfen“. Der Niedergang der Windenergie sei auch Folge „falscher politischer Rahmensetzungen“ auf Bundes- und Landesebene.

Im März und im September nächsten Jahres soll die Produktion von Rotorblättern für Enercon eingestellt werden. Die Magdeburger Agentur für Arbeit sieht recht gute Chancen für die von Kündigung betroffenen Mitarbeiter. Gerade im Bereich der Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung seien Arbeitskräfte gefragt, sagte ein Sprecher. Qualifizierungen würden gefördert.

Am Montag gibt es in Magdeburg ein Krisengespräch mit Enercon. Von Landesseite nehmen Wirtschaftsminister Armin Willingmann, Sozialministerin Petra Grimm-Benne (beide SPD) und Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) daran teil.