Lüderitz/Magdeburg (dpa) l Die Nordverlängerung der A14 von Magdeburg Richtung Ostsee nimmt immer mehr Gestalt an. Am Montag (27. August) wird bei Lüderitz (Landkreis Stendal) der erste Spatenstich für einen weiteren Abschnitt gesetzt. Erwartet werden dazu Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff und Landesverkehrsminister Thomas Webel (beide CDU), wie das Ministerium in Magdeburg mitteilte.

Der Bauabschnitt 1.4 von der Anschlussstelle Tangerhütte bei Dolle nach Lüderitz umfasst den Angaben zufolge 13 Kilometer und wird voraussichtlich 125 Millionen Euro kosten. Weil die Trasse die streng geschützten Gebiete der Colbitz-Letzlinger-Heide tangiert, sind die Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen besonders aufwendig. Außerdem erhalten die Orte Lüderitz und Schleuß einen zusätzlichen Lärmschutz.

81 Millionen Euro für acht Kilometer

Bereits gebaut wird seit vergangenem Jahr am acht Kilometer langen Abschnitt zwischen 1.3 Colbitz – Tangerhütte. Dafür sind 81 Millionen Euro veranschlagt. Der Verkehr soll hier 2020 fließen. Ab 2021 kann man dann knapp 30 Kilometer auf der A14 von Colbitz bis Lüderitz fahren.

Für den Abschnitt 2.1 von Stendal-Mitte bis Osterburg besteht ebenfalls Baurecht. In Kürze soll hier mit bauvorbereitenden Maßnahmen für die 18 Kilometer lange und 145 Millionen Euro teure Strecke begonnen werden. Die Baufahrzeuge können aber erst dann anrollen, wenn auch für das 13 Kilometer lange Autobahnstück 1.5 von Lüderitz bis Stendal Baurecht vorliegt. Das wird laut Ministerium noch im Laufe des Jahres erwartet. Beide Abschnitte sollen in einem Zug gebaut werden. Als Fertigstellungstermin für die zusammen rund 30 Kilometer lange Strecke wird das Jahr 2022 genannt.

Für den insgesamt 155 Kilometer langen Lückenschluss der A 14 zwischen den Autobahnkreuzen Magdeburg und Schwerin sind Baukosten von rund 1,4 Milliarden Euro veranschlagt. Bereits fertig sind rund 35 neue Autobahn-Kilometer in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie ein fünf Kilometer langes Stück bei Colbitz (Sachsen-Anhalt). Für die noch ausstehenden fünf Abschnitte stehen die Planungen kurz vor dem Abschluss. Besonders problematisch ist die geplante Elbquerung bei Wittenberge, gegen die die Umweltschutzorganisation BUND geklagt hat.