Magdeburg l Der Bau der Autobahn A 14 kommt in Sachsen-Anhalt ein Stück voran. Am 27. August gibt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Startschuss für den Abschnitt von Tangerhütte bis Lüderitz kurz vor Stendal. Das 15 Kilometer lange Stück soll in drei Jahren befahrbar sein.

Die Betonpiste mit ihren 18 Brücken und Lärmschutzwänden kostet nach aktueller Schätzung 125 Millionen Euro. Damit Tiere ihre Reviere wechseln können, bekommen auch sie drei Übergänge: eine 50 Meter breite Grünbrücke sowie zwei jeweils 20 Meter breite Querungen. Diese werden bepflanzt, damit auch Fledermäuse Orientierung finden.

Der Bund erwartet, dass künftig gut 30.000 Autos täglich die Autobahn nutzen werden - darunter 7000 Laster.

Der Abschnitt ist Teil der A-14-Nordverlängerung von Magdeburg bis zur Ostsee. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Autobahn bereits komplett. Brandenburg hat seinen nördlichsten Abschnitt fertiggestellt. Derzeit ist die Autobahn von Karstädt (bei Perleberg) über Schwerin bis Wismar durchgängig befahrbar.

In Sachsen-Anhalt rollt der Verkehr erst auf einem Fünf-Kilometer-Stück zwischen Wolmirstedt und Colbitz. Am sich anschließenden Stück bis Tangerhütte wird noch bis 2020 gebaut. Klagen und Planungspannen haben Baustarts immer wieder verzögert. Sachsen-Anhalt strebt nun an, dass seine Abschnitte bis zur Landesgrenze zu Brandenburg in den kommenden vier bis fünf Jahren fertig werden.

Heikel bleibt die Elbequerung bei Wittenberge. Gegen die Pläne hat der Umweltverband BUND geklagt.