Magdeburg (dpa) l Die Polizei in Sachsen-Anhalt beschäftigen aktuell rund 275 Vermisstenfälle. Seit Jahresbeginn 2018 seien insgesamt 2445 Menschen vermisst gemeldet worden, 2345 davon seien bislang zurück oder gefunden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) mit. Damit stieg die Gesamtzahl der Vermissten im Vergleich zu den Vorjahren.

Bis zum Stichtag 18. Dezember seien 2017 etwa 2080 Menschen vermisst worden, rund 2040 waren wieder zurück. Noch deutlich weniger waren es vor zehn Jahren: Damals gab es im Vergleichszeitraum 1640 Vermisste, von denen 1637 wieder aufgefunden worden waren.

Weihnachten mehr Vermisste

Zu Weihnachten gibt es laut dem LKA keinen Anstieg bei den Vermisstenmeldungen. Die höchsten Vermisstenzahlen gebe es in den Monaten März bis September mit jeweils mehr als 200. Im Dezember seien es um die 100 Fälle.

Besonders oft als vermisst gemeldet werden den LKA-Zahlen zufolge Kinder und Jugendliche. 2018 seien 280 Kinder im Alter von bis zu 13 Jahren gesucht worden, 1708 Vermissten waren Jugendliche bis 17 Jahre. 99 Vermisste waren älter als 60 Jahre.

Vermisste tauchen meist wieder auf

Die meisten Vermissten tauchen nach wenigen Tagen wieder auf. Die Statistik zeigt, dass von den 2345 erledigten Fällen in diesem Jahr 1142 binnen ein bis drei Tagen gelöst waren. Weitere knapp 600 Fälle benötigten bis zu eine Woche. Zwei Wochen bis zu einem Monat blieben 157 gesuchte Menschen verschwunden. Bei nur fünf Vermissten dauerte es ein halbes bis ein Jahr, bis sie zurück waren oder gefunden wurden.