Ballenstedt l  Das Geschoss, das einen 81 Jahre alten Jäger tödlich am Kopf getroffen hat, ist bislang nicht gefunden worden. Das hat Hauke Roggenbuck von der Staatsanwaltschaft in Halberstadt erklärt. „Es ist die ganze Woche über danach gesucht worden, bislang ohne Erfolg“, so der Oberstaatsanwalt.

Waffen konfisziert

Damit bleibt das alles entscheidende Projektil, das Rückschlüsse auf die eingesetzte Waffe ermöglichen könnte, verschollen. Nach dem Zwischenfall waren die Waffen von gut 60 Jägern konfisziert worden, um sie ballistisch zu untersuchen. Bleibt das Projektil verschollen, dürfte die Chance, die Waffe zu finden, gegen Null tendieren.

Der aus Niedersachsen stammende Jäger war am vorigen Sonnabend nach einer Treibjagd auf einem rund 500 Hektar großen Areal mit einer Schussverletzung am Kopf tot unter einem Hochsitz gefunden worden. Zur Art der Verletzung machte Roggenbuck keine Angaben. Da das Projektil bei der Obduktion nicht gefunden wurde, muss es sich um einen Streifschuss oder einen Durchschuss gehandelt haben. Ein Selbstmord wird ausgeschlossen.

Unmittelbar nach dem Fund der Leiche gestalteten sich die Ermittlungen schwierig, da das weitläufige Waldgebiet südlich der Ballenstedter Lungenklinik aufgrund schweren Sturms nicht betreten werden durfte. Später wurde mehrfach nach dem Projektil gesucht. Die Chancen, es zu finden, dürften gering sein, da das Geschoss nach dem tödlichen Treffer in unklarer Bahn noch weit geflogen sein könnte.