Magdeburg l Sommer, Sonne, Bier trinken, Handbrot essen und dabei der Lieblingsband im Freien lauschen: Das wird in diesem Jahr zumindest bis zum 31. August nicht möglich sein. Mittwoch wurde verkündet, dass Großveranstaltungen abgesagt werden sollen. Betrifft das wirklich alle Veranstaltungen? Zunächst: Eine Großveranstaltung ist es, wenn mindestens 1.000 Menschen erwartet werden. Ob die Veranstaltungen abgesagt werden, ist eine Entscheidung der jeweiligen Bundesländer. So sieht es bisher (16. April, Stand: 15 Uhr) aus:

Festivals in Sachsen-Anhalt

Rockharz (Ballenstedt, Harz)Voraussichtlich sei auch das Rockharz-Festival (1.-4. Juli) von einer Absage betroffen, heißt es auf der Facebook-Seite. "Wir werden uns schnellstmöglich mit einer ausführlichen Nachricht zum ROCKHARZ 2020, auch hinsichtlich bereits gekaufter Tickets und anderer Produkte wie Campingzusatzleistungen, Mobiltoiletten etc. an Euch wenden. Wir bitten Euch, bis dahin vorerst von Nachfragen abzusehen, bis wir definitive und sichere Aussagen treffen können."

Melt! Festival (Gräfenhainichen/Landkreis Wittenberg)
Sollte eigentlich vom 17.-19. Juli stattfinden. Bislang gibt es noch kein offizielles Statement vom Veranstalter zum weiteren Vorgehen.

Splash! Festival (Gräfenhainichen/Landkreis Wittenberg)
Sollte vom 9. -11 Juli stattfinden. Bislang gibt es auch hier noch kein offizielles Statement vom Veranstalter zu einer Absage.

Sputnik Spring Break (Goitzschesee/Pouch, bei Bitterfeld)
Das Festival soll vom 29. Mai bis zum 1. Juni stattfinden - bislang zumindest. Eine offizielle Absage gibt es noch nicht.

Metal Frenzy (Gardelegen, Altmarkkreis)
Fände 2020 vom 11. bis zum 13. Juli statt. "Wir wissen jedoch noch nichts genaues - das ist Ländersache und wird in den nächsten Tagen auf den Tisch kommen. An irgendwelchen Spekulationen etc. können und wollen wir uns nicht beteiligen", schreiben die Veranstalter auf Facebook zur momentanen Lage.

Rocken am Brocken (Elend bei Sorge, Harz)
Hätte vom 30. Juli bis zum 1. August 2020 stattgefunden. Bislang gibt es noch kein offizielles Statement.

Festivals in Deutschland

Wacken (Schleswig-Holstein)
Auch das Wacken-Festival (30. Juli bis 1. August) fällt den Corona-Auflagen zum Opfer: "Damit stehen wir vor einer Situation, die wir in 30 Jahren noch nicht erlebt haben: Wir müssen euch schweren Herzens mitteilen, dass es in diesem Jahr kein Wacken Open Air geben wird", heißt es auf der Homepage.

Highfield (Sachsen)
Vom 14.-16. August wird es keine Auftritte von Deichkind und co. geben: "Wir begrüßen diese Entscheidung natürlich als verständliche und wichtige Sicherheitsmaßnahme für die Bevölkerung und wir setzen alles daran euch jederzeit auf dem Laufenden zu halten", wird auf der Homepage mitgeteilt.

Hurricane und Southside Festival (Niedersachsen und Baden-Württemberg)
Der Veranstalter beider Festivals lässt auf der Homepage verlauten: "Aufgrund des bundesweiten Veranstaltungsverbots bis zum 31. August 2020 müssen wir das Hurricane/Southside Festival 2020 absagen". Es handelt sich um das Wochenende vom 19. bis zum 21. Juni.

Fusion (Mecklenburg-Vorpommern)
Die Absage der Fusion (30. Juni bis 4. Juli) kam bereits vor wenigen Wochen: "Das ist bei aller Bitterkeit der Entscheidung vor allem der gemeinsamen Verantwortung geschuldet, die wir alle haben, damit die Covid 19 Pandemie eingedämmt werden kann", heißt es vom Veranstalter.

Rock am Ring und Rock im Park (Rheinland-Pfalz und Bayern)
Bei den bekanntesten Partnerfestivals in Deutschland vom 5. bis zum 7. Juni gibt es inzwischen auch eine Stellungnahme auf der Facebook-Seite: "Jetzt erzwang das verfügte Verbot aller Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August, die Absage der Jubiläumsevents am Nürburgring und in Nürnberg." Die Veranstalter hatten vor wenigen Wochen noch bekanntgegeben, dass die Festivals trotz Corona stattfinden sollen. 

Deichbrand (Niedersachsen)
Das Deichbrand-Festival sollte vom 16. bis zum 19. Juli stattfinden. Daraus wird jetzt nichts: "Wir unterstützen die Entscheidung von Bund und Ländern voll und ganz und stecken den Kopf nicht in den Sand", steht auf der Facebook-Seite.

M'era Luna (Niedersachsen)
"Wir können unsere Trauer nicht in Worte fassen. Unser Familientreffen ist stets Anker und Heimathafen in der turbulenten Festivalsaison – doch es hat anscheinend dieses Jahr nicht sollen sein…", kommentieren die Veranstalter zur diesjährigen Absage (8. bis 9. August).

Im September findet in Berlin unter anderem das Lollapalooza statt. Wie es nach dem 31. August mit Großveranstaltungen aussieht, ist bislang noch nicht geklärt.