Halle/Magdeburg (dpa) l Das Landesamt für Verbraucherschutz hat im ersten Halbjahr dieses Jahres bei Proben zur Sicherheit von Lebensmitteln mehr Proben beanstandet als im Vorjahreszeitraum. Der Schwerpunkt lag bei den Verstößen bei der Kennzeichnung von Produkten, wie die Behörde mitteilte. So wurden Zutaten, Zusatzstoffe oder Warnhinweise für Allergiker nicht so aufgeführt, wie es vorgeschrieben sei. Bis Ende Juni wurden den Angaben nach rund 4800 Lebensmittelproben untersucht, davon 515 beanstandet, im Vorjahreszeitraum rund 460 Proben. Nähere Angaben machte das Landesamt zunächst nicht.

Nach den bisher vorliegenden Jahresdaten untersuchten Experten 2017 in Sachsen-Anhalt in Laboren insgesamt 9919 Lebensmittel. Davon waren 1000 nicht in Ordnung. In den meisten Fällen stimmte die Kennzeichnung an den Produkten nicht. Für Allergiker könne es aber durchaus gefährlich werden, wenn die Inhaltsstoffe auf den Verpackungen nicht richtig beschriftet seien. Geahndet werden Verstöße etwa mit Bußgeldern. Laut Landesverwaltungsamt wurden 2018 in Sachsen-Anhalt insgesamt 257 Bußgeldverfahren im Zuge von Lebensmittelkontrollen veranlasst (2017: 206).