Köthen (dpa) l Der tödliche LKW-Unfall an einem Bahnübergang bei Köthen sorgt in den nächsten Tagen weiter für Behinderungen im Fernverkehr. Bahnreisende und Pendler zwischen Magdeburg, Köthen und Halle müssen bis zum Wochenende mit Verspätungen planen oder den Regionalverkehr nutzen. Wegen der Reparaturarbeiten nach einem tödlichen LKW-Unfall an einem Bahnübergang bei Köthen fahren die IC-Züge nur alle zwei statt jede Stunde auf der regulären Strecke und halten somit auch wie gewohnt an allen Bahnhöfen.

Die Intercity-Linie Dresden-Köln wird dagegen zwischen Magdeburg und Leipzig in beide Richtungen über Bitterfeld-Wolfen umgeleitet und hält weder in Halle noch in Köthen, wie die Deutsche Bahn am Montag mitteilte. Berufspendler zwischen Magdeburg und Halle müssen auf Regionalzüge ausweichen oder mit der S-Bahn zum IC-Halt in Bitterfeld fahren. Auch die Reisenden, die in die Intercitys steigen, müssen damit rechnen, 10 bis 15 Minuten länger zu brauchen.

Online oder per Handy-App informieren

Reisende sollten sich direkt vor ihrer geplanten Fahrt online oder in der Handy-App der Bahn über die aktuellen Verbindungen informieren, riet das Unternehmen.

Bereits am Wochenende hatte die Bahn an den Fahrplänen gebastelt, um trotz der nötigen Aufräumarbeiten an der Unfallstrecke den Zugverkehr zu ermöglichen. Am Montag sperrten sie den betroffenen Abschnitt noch einmal komplett für Bauarbeiten und leiteten alle Züge um.

Grund für die Fahrplanänderungen sind Bauarbeiten an der Strecke nahe Köthen nach einem tödlichen Unfall mit einem Lastwagen am Donnerstagabend. Dabei war ein 27 Jahre alter Lkw-Fahrer gestorben. Der Fernzug hatte den Lastwagen mitgeschleift, die Lok war entgleist. Deshalb müssen die Schienen auf mehreren Hundert Metern repariert werden. Bis auf Weiteres ist nur ein Gleis frei.