Wälder in Sachsen-Anhalt leiden weiterhin unter Trockenheit

Von dpa
Vertrocknete Blätter liegen auf einem Waldboden, der von Rissen durchzogen ist.
Vertrocknete Blätter liegen auf einem Waldboden, der von Rissen durchzogen ist. Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Magdeburg - Trotz der Niederschläge in den ersten Monaten des Jahres leiden die Wälder in Sachsen-Anhalt weiter unter der Trockenheit. Weite Teile des Landes sind von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen - vor allem die Altmark und der Osten des Landes, wie das Landwirtschaftsministerium in Magdeburg mitteilte. Es bezieht sich dabei auf den Dürremonitor des Umweltforschungszentrums Leipzig (UFZ). Die Defizite bestehen demnach in den tieferen Bodenschichten bei 50 bis 140 Zentimetern. Gleichzeitig lagen die Grundwasserstände laut Ministerium im März 2021 durchschnittlich 43 Zentimeter unter dem mehrjährigen Mittelwert für März. Die Wasserspeicher im oberen Bereich bis 50 Zentimeter seien hingegen gut gefüllt.

„Unsere Böden sind ausgetrocknet“, sagte Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert (Grüne). Die Landwirtschaft profitiere zwar von dem feuchten Winter und den kühlen Frühjahrstemperaturen, bei der Forstwirtschaft gebe es jedoch keine Entwarnung. Die tieferen, für das Baumwachstum relevanten Bodenschichten wiesen weiterhin Defizite auf, so Dalbert. „Sowohl für die forstwirtschaftlichen Jungkulturen als auch die Landwirtschaft hoffe ich auf ausreichend Niederschläge in den nächsten Wochen“, sagte die Ministerin. Die jungen Bäume müssten eine Chance haben anzuwachsen, damit die Wiederaufforstung für klimastabile Mischwälder Erfolg habe.