Wernigerode/Braunlage (dpa) l Die alpine Wintersportsaison im Harz wird später beginnen als zunächst geplant. Auch das höchstgelegene Skigebiet am Wurmberg bei Braunlage kann nach Angaben der Seilbahngesellschaft voraussichtlich erst am 22. Dezember geöffnet werden. Ursprünglich sollte der Skibetrieb am Wurmberg bereits am kommenden Wochenende starten. Das vorübergehend zu warme Wetter Anfang Dezember hatte eine rechtzeitige künstliche Beschneiung aber verhindert.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet unterdessen mit weiteren Schneefällen im Oberharz. "Wir gehen davon aus, dass es Sonntag und Montag schneien wird", sagte ein Sprecher der DWD-Wetterwarte auf dem Brocken am Freitag. Zu Weihnachten könnten die Temperaturen zudem noch etwas weiter sinken. Derzeit liegen auf dem höchsten Berg Norddeutschlands (1141 Meter) bei Temperaturen um minus sieben Grad rund 40 Zentimeter Schnee.

So viel Schnee gebe es auf benachbarten Wurmberg derzeit noch nicht. Auch deshalb würden einige Pisten auf dem mit 971 Meter höchsten Berg Niedersachsens seit einige Tagen künstlich beschneit, sagte eine Sprecherin der Harzer Tourismusverbandes (HTV). Die Abfahrten seien allerdings noch nicht präpariert. Die Wurmberg-Seilbahn soll unterdessen nach einer mehrwöchigen Revision am Wochenende ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Kunstschneepisten können nach Angaben des HTV im Harz außer am Wurmberg auch am Bocksberg bei Hahnenklee und am Matthias-Schmidt-Berg in St. Andreasberg hergestellt werden. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es im Oberharz auch natürlich geschneit. Die Schneehöhen von maximal zehn Zentimetern erlaubten vorerst allerdings auch noch keinen Langlauf, sagte die HTV-Sprecherin. Winterwandern sei hier und da aber bereits möglich. Auch Wintercamper können im Harz schon auf ihre Kosten kommen. Der überwiegende Teil der Campingplätze ist das ganze Jahr über geöffnet.