Magdeburg l Im Zusammenhang mit dem Überfall auf einen Zug an der Haltestelle Barleber See (am 11. August) hat die Bundespolizei bereits am Freitagnachmittag fünf Wohnungen in Magdeburg durchsucht.

Die fünf Verdächtigen waren der Polizei zuvor am 16. August ins Netz gegangen. Sie hatten am Bahnhof Magdeburg-Buckau Waggons mit Graffitis besprüht und wurden auf frischer Tat ertappt. Es stellte sich heraus, dass einer der Täter am Angriff auf den Zug am Barleber See beteiligt war. Da es laut Bundespolizei bei den anderen vier Verdächtigen einen Zusammenhang mit der Zug-Attacke gab, kam es zu den Durchsuchungen.

Pyrotechnik und Betäubungsmittel entdeckt

Bei einem 26-Jährigen wurden der Bundespolizei zufolge weitere Hinweise für eine Beteiligung am Zug-Angriff gefunden. In den anderen Wohnungen seien verbotene Pyrotechnik und Betäubungsmittel entdeckt worden. Ein 32-Jähriger kam in Untersuchungshaft in die JVA Burg.

Am Abend des 11. August hatten zehn bis zwölf Täter am Barleber See eine
S-Bahn mit 45 Fahrgästen überfallen, verriegelt und großflächig mit Graffiti beschmiert. Sie versprühten Reizgas. Drei Menschen wurden verletzt.