Magdeburg/Irxleben (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind seit dem Wochenende fast 7300 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Damit hat sich die Zahl der geimpften Männer und Frauen in Sachsen-Anhalt von Dienstag auf Mittwoch mehr als verdoppelt, wie aus einer aus einer Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Bis Donnerstagabend sollen mindestens 9750 Impfdosen verteilt sein.

Laut RKI konnte Sachsen-Anhalt schon deutlich mehr Impfstoff verabreichen als die Nachbarländer: Das ungefähr gleich viele Einwohner zählende Thüringen meldete im gleichen Zeitraum 672 Impfungen - und damit nicht mal ein Zehntel der sachsen-anhaltischen Menge. Auch die bevölkerungsreicheren Nachbarn Sachsen (1487 Impfungen), Niedersachsen (1527) und Brandenburg (1553) impften zum Start der Übersicht zufolge deutlich weniger Menschen.

Einen Grund für die vergleichsweise schnelle Verteilung des verfügbaren Impfstoffs sieht Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) in der guten Vorbereitung und Organisation durch die Kassenärztliche Vereinigung. "Sie haben klasse agiert und unter den Hausärzten viele mobile Impfteams organisiert."

Am Mittwoch kam im zentralen Impfstofflager in Irxleben bei Magdeburg die dritte Lieferung des Mainzer Unternehmens Biontech an: Fast 20 000 Impfdosen wurden geliefert und anschließend von einer auf Großkunden spezialisierten Apotheke an die 14 Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. Derzeit sei geplant, dass es bis Mitte Februar wöchentliche Lieferungen geben solle, sagte Staatssekretärin Beate Bröcker. Die nächste Charge wird am 11. Januar erwartet.

Übersicht des Robert-Koch-Institut zum Impffortschritt