Magdeburg (dpa/sa) - Auf geringe Resonanz ist am Samstag die Aktion des Bündnisses "Bunte Westen" gegen Hartz IV in Magdeburg gestoßen. An einem Einkaufszentrum in der Innenstadt hatten sich zu Beginn nicht einmal ein Dutzend Westenträger versammelt. Sie hatten ihren Protest unter das Motto "aufstehen" gestellt. Nach Angaben von Bündnissprecher Guido Schulz wollten sie auf zunehmende Massenverarmung, Entmündigung, Demütigung, Entwürdigung und Zwangsenteignung aufmerksam machen. Das seien vom Staat gewollte und unterstützte Missstände, hieß es. Zu der "Bunte Westen"-Aktion, bei der die Beteiligten nach dem Vorbild der französischen Gelbwesten bunte Warnwesten tragen, war am Samstag in deutschlandweit acht Städten aufgerufen worden, darunter Dresden, Stuttgart und Erfurt.