Offenbach (dpa/sa) - Der April war in Sachsen-Anhalt sehr sonnenreich und viel zu trocken. So schien die Sonne nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes 310 Stunden, wie der DWD am Mittwoch in Offenbach mitteilte. Das war deutlich mehr als im langjährigen Mittelwert, der bei etwa 152 Sonnenstunden liegt. Sachsen-Anhalt war im diesjährigen April den Meteorologen zufolge das sonnenreichste aller deutschen Bundesländer.

Auch die Temperaturen lagen weit über dem langjährigen Durchschnitt. Waren in den vergangenen Jahren etwa 7,8 Grad Celsius gemessen worden, so waren in diesem Jahr 10,4 Grad Celsius. Die viele Sonne und die Wärme hatten aber auch ihre negative Seite: Es fiel kaum Regen. Insgesamt registrierten die Wetterbeobachter des DWD lediglich 5 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter - damit war Sachsen-Anhalt das trockenste Bundesland. Üblich sind den Angaben des DWD zufolge im April etwa 43 Liter pro Quadratmeter.

Nach der vorläufigen Auswertung der bundesweit rund 2000 Messstationen des DWD dürfte es sich deutschlandweit betrachtet um den siebtwärmsten April seit Beginn regelmäßiger Messungen handeln, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Zugleich zeige die Klimastatistik, dass Deutschland nun bereits den zwölften zu trockenen April in Folge erlebe.