Leuna (dpa/sa) - Das finnische Unternehmen UPM (Helsinki) investiert rund 550 Millionen Euro in eine Bioraffinerie in Leuna. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben am Mittwoch die Bauarbeiten begonnen. Rund 220 neue Jobs sollen entstehen, wie das Unternehmen mitteilte. Ab 2022 sollen in der neuartigen Anlage aus nachhaltig erwirtschafteten Laubholz Biochemikalien gewonnen werden. Die Jahreskapazität betrage 220 000 Tonnen.

Aus den Biochemikalien können zum Beispiel Kleidungsstücke, Autoreifen, Möbel und PET-Flaschen hergestellt werden, wie ein Sprecher des Unternehmens erklärte. Dadurch sei es möglich, den Verbrauch fossiler Rohstoffe wie Öl in Produktionsprozessen und damit auch CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren.

Die Firma UPM entwickle ihr Geschäft von der reinen Papier- und Zellstoffherstellung hin zum Anbieter von Bioökonomielösungen. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) erklärte, die Bioraffinerie sei eine Schlüsselinvestition für den Chemiestandort Leuna (Saalekreis) und für Sachsen-Anhalt. Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) erklärte, Sachsen-Anhalt unterstütze den Bau der Bioraffinerie mit 20 Millionen Euro.

Pressemitteilung UPM