Zeitz (dpa) - Angesichts des geplanten Kohleausstiegs hat der Oberbürgermeister der sachsen-anhaltischen Industriestadt Zeitz vor den Folgen des Strukturwandels gewarnt. "Denn alle Industriearbeitsplätze, die heute da sind, beruhen auch auf der Braunkohle als Energieträger", sagte Christian Thieme (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Alleine könne die Kommune im Burgenlandkreis die Folgen nicht stemmen.

In Zeitz hat der Braunkohleförderer Mibrag seinen Firmensitz. Das Unternehmen ist mit rund 2600 Beschäftigten und 7000 anhängigen Jobs nach eigenen Angaben der größte Arbeitgeber in der Stadt und der Umgebung.

Ein kürzlich beschlossenes Sofortprogramm von Bund und Kohleländern soll in einem ersten Schritt 260 Millionen Euro in 100 Projekte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen fließen lassen. In den nächsten 20 Jahren sollen 40 Milliarden Euro in die Regionen fließen, die vom Ausstieg aus der Kohleverstromung betroffen sind.

Der Braunkohleförderer Mibrag

Die Industriestadt Zeitz