Magdeburg (dpa/sa) - Die CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt fordert den Einsatz von zusätzlichen fünf Millionen Euro pro Jahr aus Landesmitteln für den Wald. Diese sollten unter anderem für Beräumung und Wiederaufforstung eines naturnahen und standortgerechten Wirtschaftswaldes zur Klimastabilisierung eingesetzt werden, teilte die Fraktion am Mittwoch in Magdeburg mit. Zudem sollten sich Landesregierung und die Koalitionspartner von SPD und Grünen beim Bund dafür einsetzen, dass 40 Millionen Euro aus dem Klimafonds des Bundes für die Wälder Sachsen-Anhalts umgeschichtet werden.

Außerdem spricht sich die Unionsfraktion dafür aus, auf Landesebene ein Expertengremium aufzubauen, das ein Konzept für landkreis- und länderübergreifende Koordinierung im Umgang mit schweren Schäden in Pflanzenkulturen und bei Extremwetterereignissen entwickelt. Außerdem solle Vorsorge dafür getroffen werden, dass eine effektive Waldbrandbekämpfung auch in der besonders geschützten Kernzone des Nationalparks Harz möglich sei.

Mehrere schwere Stürme, zwei Jahre extremer Trockenheit und eine Borkenkäferplage haben Sachsen-Anhalts Wäldern schwer zugesetzt. Etwa zehn Prozent der bundesweiten Waldschäden der vergangenen beiden Jahre entfallen auf Sachsen-Anhalt.

Mitteilung der CDU-Fraktion