Magdeburg (dpa/sa) - Die CDU in Sachsen-Anhalt will wegen der Coronakrise erst im November entscheiden, wer die Partei als Spitzenkandidat in die Landtagswahl 2021 führt. Dazu sei eine Landesvertreterversammlung am 21. November in Dessau-Roßlau geplant, sagte ein Parteisprecher am Donnerstag. Ursprünglich wollte die Partei die Personalie schon im Juni klären, verschob das nun aber wegen der Pandemie, wie der Sprecher sagte. Zuvor hatte die "Volksstimme" (online) über die Verschiebung berichtet.

2021 wird in Sachsen-Anhalt ein Doppelwahljahr: Neben der Landtagswahl, die für den 6. Juni geplant ist, steht am 24. Oktober auch die Bundestagswahl an. In Dessau-Roßlau soll neben der Spitzenkandidatur und der Landesliste für die Landtagswahl deshalb auch gleich die CDU-Landesliste für die Bundestagswahl aufgestellt werden. Dazu sind aus rechtlichen Gründen zwei getrennte Veranstaltungen nötig, die am selben Tag nacheinander stattfinden sollen. Die Kreisverbände der CDU entsenden dazu jeweils Delegierte.

Die Kreise können neben ihren Kandidaten für die Landeslisten auch die Spitzenkandidaten nominieren, über die die Versammlung dann abstimmt. Damit würden die Kreise voraussichtlich ab September beginnen, sagte der Sprecher. Derzeit seien größere Veranstaltung wegen der Pandemielage noch schwierig. Bisher werden in der CDU nur zwei Kandidaten für den Posten gehandelt: Ministerpräsident Reiner Haseloff und Innenminister und CDU-Landeschef Holger Stahlknecht. Letzterer hatte zuletzt seine Bereitschaft signalisiert - allerdings nur für den Fall, dass Haseloff verzichtet.

Bericht "Volksstimme"