Erfurt/Halle (dpa/th) - Die Diakonie Mitteldeutschland benötigt für ihre von der Corona-Pandemie stark belasteten Mitarbeiter in Pflege- und Wohnheimen praktische Unterstützung aus der Bevölkerung. Gebraucht würden Menschen, die in den Einrichtungen helfen und Fachkräfte entlasten, heißt es in einem Hilferuf, mit dem sich Diakonie und Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) am Sonntag an die Öffentlichkeit wandten. Die Lage in den Einrichtungen habe sich dramatisch verschärft, zunehmend infizierten sich Pflegebedürftige und Personal mit dem Corona-Virus.

Beschäftigte der Einrichtungen seien nach neun Monaten Pandemie körperlich und seelisch erschöpft und würden krank. Quarantänen und Kinderbetreuung verschärften ihre Situation. Die Diakonie beschäftigt in ihren rund 1900 Einrichtungen in Thüringen und Sachsen-Anhalt etwa 32 000 Menschen. Ein großer Teil davon sind Pflegeeinrichtungen.

Freiwillige könnten in den Einrichtungen etwa bei der Zubereitung von Mahlzeiten und der Alltagsbegleitung von Heimbewohnern helfen. Helfer könnten die Heime auch bei Corona-Tests unterstützen. Die Aktion steht unter dem Motto "Kümmern statt Klatschen" zur Erinnerung an die Beifall-Aktionen für Krankenhaus- und Pflegepersonal aus der ersten Phase der Pandemie.

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