Magdeburg/Braunschweig (dpa) - Ermittlern aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ist höchstwahrscheinlich ein Schlag gegen Bandenkriminelle gelungen. So konnten in der Nacht zu Donnerstag drei mutmaßliche Einbrecher im Alter von 31, 40 und 41 Jahren in Magdeburg von Spezialeinsatzkräften aus Braunschweig festgenommen werden, wie die Polizeidirektion Braunschweig und die Polizeiinspektion Magdeburg am Freitag gemeinsam mitteilten. Die Männer sollen zuvor in einen Supermarkt nahe der Landesgrenze in Weferlingen (Bördekreis) eingebrochen sein.

Das Amtsgericht Magdeburg erlies den Angaben zufolge am Freitag drei Haftbefehle, wobei nur der 31-Jährige in Untersuchungshaft muss. Die Haftbefehle gegen die anderen Zwei seien gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden.

Es ist davon auszugehen, dass sie einer "überwiegend in Magdeburg ansässigen Tätergruppe" angehören, die für mehrere Einbrüche in Lebensmittel- und Tabakwarengeschäfte verantwortlich ist, sagte eine Polizeisprecherin in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt. Ob es Komplizen gebe, würden die nun folgenden Ermittlungen wegen bandenmäßigen Diebstahls zeigen. Weitere Angaben wollte die Sprecherin deshalb zunächst nicht machen.

Seit März versuche eine gemeinsame Ermittlungsgruppe der Polizeien in Magdeburg und Braunschweig die Täter dingfest zu machen. "Wir gehen davon aus, dass einige Taten sowohl in Sachsen-Anhalt als auch im Bereich der Polizeidirektion Braunschweig dieser Personengruppierung zuzurechnen sind", sagte der Dezernatsleiter für Kriminalitätsbekämpfung in Braunschweig, Oliver Grotha, laut Mitteilung. "Hier zeigt sich, dass überregionale Täter, aber auch unsere hervorragende länderübergreifende polizeiliche Zusammenarbeit, gerade nicht vor den Landesgrenzen Halt machen."