Magdeburg (dpa/sa) - Bedürftige bekommen bei einigen Tafeln im Sachsen-Anhalt wegen des Coronavirus keine Lebensmittel mehr. "Diese Entscheidung gilt zunächst vorläufig für vier Wochen", teilte der Landesverband der Tafeln am Freitag in Quedlinburg mit. Betroffen seien die von der Arbeiterwohlfahrt im Harz betriebenen Tafeln in Quedlinburg, Halberstadt und Wernigerode. Die Ausgabe der Caritas in Halberstadt bleibe weiterhin offen. Grund für die Schließung sei der Schutz der Mitarbeiter sowie der älteren Tafelkunden, die als Risikogruppe gelten. Die Schließungen seien Einzelfallentscheidungen. Es gebe die Hoffnung, dass viele Bedürftige auch während der Corona-Krise weiter mit gespendeten Lebensmitteln versorgt werden könnten, hieß es.

Bereits am Donnerstag sorgten sich einige Betreiber der Tafeln im Land wegen des Coronavirus um Engpässe. Supermärkte und Discounter könnten weniger Lebensmittel spenden, weil einige Kunden Essensvorräte anlegen würden, erklärte der Landesvorsitzende der Tafeln, Andreas Steppuhn, dazu. Die Tafeln riefen dazu auf, nicht mehr benötigte Lebensmittel zu spenden und riefen zur Solidarität auf. Landesweit gibt es den Angaben zufolge 32 Tafeln und rund 100 Ausgabestellen.