Magdeburg (dpa/sa) - Naturschutz, Umweltbildung, Tierwohl: Auch 28 Jahre nach dem Start des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) in Sachsen-Anhalt stößt das Angebot auf großes Interesse. Mit Beginn des Einsatzjahres am 1. September seien alle verfügbaren 126 Stellen besetzt gewesen, teilte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie am Donnerstag in Magdeburg mit. "Die FÖJ'ler gehen mit gutem Beispiel voran und zeigen, wie Nachhaltigkeit geht, wie jeder selbst etwas für die Umwelt und den Klimaschutz tun kann", sagte Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) laut Mitteilung. Viele würden über das FÖJ sogar ihren Traumberuf finden. Das FÖJ gilt als Bildungs- und Orientierungsjahr.

Landesweit werde das Freiwilligenjahr von zwei Stellen angeboten. Die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt und die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste Landesverein Sachsen-Anhalt vermitteln junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahre zum Beispiel an Umweltbildungszentren, Biobauernhöfe oder Naturschutzverbände. Die Teilnehmer, die keinen besonderen Schulabschluss benötigen, erhalten monatlich laut Ministerium 170 Euro Taschengeld, 100 Euro Zuschuss für Unterkunft, 90 Euro Verpflegungsgeld und die Bahncard 25. Sie seien außerdem versichert. Sachsen-Anhalt war eines der ersten Bundesländer, die 1991 mit dem FÖJ begonnen haben.

FÖJ in Sachsen-Anhalt