Magdeburg (dpa/sa) - Die Grünen in Sachsen-Anhalt fordern einen Stufenplan für den pandemiesicheren Schulbetrieb. "Die weiterhin zu hohe Zahl an Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt und die Gefahr der Ausbreitung noch ansteckenderer Mutationen des Virus lassen einen regulären Schulbetrieb in Präsenz aktuell nicht zu. Für das Leben aller jungen Menschen aber ist entscheidend, dass sie so schnell wie möglich wieder in eine geordnete Lernatmosphäre kommen", erklärte die Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Cornelia Lüddemann, am Mittwoch. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) solle bis zur Kabinettssitzung am 2. Februar einen Stufenplan vorlegen.

Die Grünen sprachen sich für ein regionalisiertes Vorgehen aus. Wo es gelinge, bis nach den Winterferien (8. bis 12. Februar) die Infektionszahlen zu senken, sollten zunächst Erst- und Zweitklässler sowie Förderschülerinnen und Förderschüler in kleineren Gruppen wieder zur Schule gehen können. Selbsttests, die die Kinder unter Aufsicht auch selbst benutzen könnten, sollten für ergänzende Sicherheit sorgen. Das Land Berlin habe den Einsatz solcher Testkits bereits angekündigt. Sachsen-Anhalt könne solche Tests ebenfalls anschaffen. Sie könnten auch für die Abschlussklassen eingesetzt werden, die in Präsenz unterrichtet werden.

Mehrere Punkte sehen die Grünen zudem als essenziell an: Neben der technischen Ausstattung und dem flächendeckenden Einsatz von FFP2-Masken sind das auch verbindliche Ansagen für Prüfungen etwa mit einer Reduzierung der Anzahl und einer Erweiterung des Aufgabenpools. Zudem sollten Lehrkräfte für den Online-Unterricht fortgebildet werden. Das Sitzenbleiben sollte aus Sicht der Grünen ausgesetzt werden und es solle mehr Unterstützung für Kinder geben, die bislang nicht erreicht werden konnten.

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Pressemitteilung Landtagsfraktion Bündnis90/Grüne