Magdeburg (dpa/sa) - Harz-Touristen und solche, die es werden könnten, sollen künftig aktueller und zielgenauer informiert werden. Basis dafür soll ein digitales Tourismusnetzwerk sein, das bis Mitte 2020 entstehen soll, wie das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung am Samstag in Magdeburg mitteilte. Kern sei eine Datenbank zum Harztourismus mit Informationen zu Touren, Veranstaltungen, Gastgebern und Sehenswürdigkeiten.

Aus der Datenbank würden verschiedene digitale Formate gespeist. Die Informationen sollten auf Internetseiten von Tourismusanbietern, im Hotel-TV sowie über digitale Sprachassistenten und ein Chatbot-System, das automatisiert mit Nutzern kommuniziert, verbreitet werden. Geplant sei auch, die Internetpräsenz des Harzer Tourismusverbands (HTV) weiter zu entwickeln und die HarzApp zu verbessern.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Aufbau des digitalen Tourismusnetzwerks mit 64 000 Euro, der HTV gibt 16 000 Euro Eigenmittel dazu. "Der Harz kommt bei Besuchern seit Jahren sehr gut an. Das ist jedoch kein Selbstläufer", erklärte Staatssekretär Thomas Wünsch. "Die Gäste wollen auch zeitgemäß kommunizieren sowie aktuell und zielgenau informiert werden." HTV-Geschäftsführerin Carola Schmidt betonte, viele Tourismuspartner im Harz würden profitieren.

Den Angaben des Ministeriums zufolge ist der Harz-Tourismus auch in den ersten sieben Monaten dieses Jahres weiter auf Erfolgskurs gewesen. Zwischen Januar und Juli seien 5,7 Prozent mehr Gäste und 6,0 Prozent mehr Übernachtungen registriert worden als im Vorjahreszeitraum. Damit liege die Region wieder über den Sachsen-Anhalt-weiten Zuwächsen von jeweils 4,6 Prozent. Deutschlandweit sei in dem Zeitraum ein Plus von 3,1 Prozent bei den Gästen verzeichnet worden, die Zahl der Übernachtungen habe um 3,9 Prozent zugelegt.

Pressemitteilung Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung