Berlin/Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff schaltet sich heute mit seinen Kollegen von Bund und Ländern zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie zu beraten. Im Anschluss (gegen 17.00 Uhr) will der CDU-Politiker darüber informieren, was die Beschlüsse für Sachsen-Anhalt bedeuten.

Haseloff hatte ein zweites Herunterfahren des öffentlichen Lebens lange ausgeschlossen, eine entsprechende Einigung von Bund und Ländern aber Ende Oktober mitgetragen. Deswegen sind auch in Sachsen-Anhalt seit Anfang November für den gesamten Monat Restaurants, Hotels und Kultureinrichtungen geschlossen. Der Sport- und Freizeitbereich ruht größtenteils. Im Gegenzug soll es Entschädigungen geben.

Das Oberverwaltungsgericht hat die Maßnahmen zuletzt mehrfach als verhältnismäßig bestätigt. Offen ist, ob sie verlängert oder ausgeweitet werden sollen. Die Maßnahmen wurden wegen des dynamischen Anstiegs der Zahl der Neu-Infektionen und der Krankenhauspatienten verhängt. Ziel ist es, die Entwicklung umzukehren und wieder weniger als 50 Fälle je 100 000 Einwohner und Woche zu haben. Sachsen-Anhalt lag im Landesschnitt zuletzt zwei Wochen über der kritischen Marke, einzelne Landkreise bleiben jedoch darunter.