Magdeburg (dpa/sa) - Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die beschlossenen drastischen Corona-Regeln angesichts der noch immer hohen Infektionszahlen als unausweichlich verteidigt. "Es gibt keine Alternative zu dieser Vorgehensweise", sagte Haseloff am Freitag auf einer Pressekonferenz in Magdeburg. "Wir haben bis 31.1. alle gemeinsam die Chance zusammen zu bleiben und für die Umsetzung zu sorgen." Das Kabinett habe die von Bund und Ländern vereinbarten Verschärfungen am Morgen per Umlaufverfahren beschlossen.

Haseloff machte klar, dass Sachsen-Anhalt die Einigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten "eins zu eins" umsetzt. "Wir machen keine Ausnahme." Demnach soll in Landkreisen, in denen sich binnen einer Woche von 100 000 Einwohnern mehr als 200 mit dem Coronavirus infizieren, die Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Dort darf man sich dann nur noch in einem Radius von 15 Kilometer um seine Stadt oder Gemeinde bewegen, wie Haseloff sagte.

In privaten Haushalten sind außerdem nur noch Treffen mit einer externen Person "egal welchen Alters" erlaubt, wie Haseloff betonte. In Schulen und Kitas soll es außerdem nur noch eine Notbetreuung geben. Die neuen Regeln gelten zunächst bis zum 31. Januar und treten am Montag in Kraft.