Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht hat sich vorsorglich in Corona-Quarantäne begeben. Der CDU-Politiker und seine Staatssekretärin Anne Poggemann arbeiten zunächst uneingeschränkt von zuhause aus, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Wie lange die Vorsichtsmaßnahme dauert, sei offen. Erste Schnelltests bei den Betroffenen seien negativ gewesen. Es würden noch die Ergebnisse zusätzlicher Labor-Tests abgewartet.

Zuvor war bekannt geworden, dass ein Mensch positiv getestet wurde, der am Montag an einer Besprechung mit der Hausleitung teilgenommen hatte. Nachdem der Fall bekannt wurde, wurden alle Teilnehmer der Sitzung in Quarantäne geschickt.

Stahlknecht blieb daher am Freitag der Landtagssitzung ebenso fern wie seine Staatssekretärin. Er ist nicht der einzige, der wegen dieser Vorsichtsmaßnahme fehlt. Auch Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) ist diese Woche in Selbstisolation. Der Grund: Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Ude und weitere Mitarbeiter positiv getestet wurden.