Magdeburg (dpa) - Im Rahmen eines internationalen Polizeieinsatzes gegen Rauschgifthändler sind am Donnerstag in Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandeburg sechs Tatverdächtige festgenommen worden. Wie das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt mitteilte, waren zuvor zahlreiche Objekte durchsucht worden, darunter eines in Staßfurt (Salzlandkreis). Drei Festnahmen seien in Sachsen-Anhalt erfolgt.

Bei der gleichzeitigen Operation in Belgien, Spanien, den Niederlanden, Deutschland und Frankreich, an der mehr als 600 Polizeibeamte beteiligt waren, wurden insgesamt 25 Tatverdächtige festgenommen. Zudem wurden 60 000 Euro Bargeld sowie Waffen und Munition sichergestellt.

Den Angaben des LKA zufolge wird vermutet, dass die Verdächtigen hinter einem großangelegten Drogenhandel zwischen Südamerika und Europa mit Schiffscontainern stecken. Die Drogen wurden versteckt in Containern geschmuggelt und anschließend in ganz Europa weiter verbreitet.

Dieselbe kriminelle Gruppe habe vermutlich auch Cannabisplantagen in Spanien und Deutschland bewirtschaftet, wo sie Cannabis anbaute und verarbeitete, bevor es für den weiteren Verkauf und Vertrieb in andere europäische Länder weitergebracht wurde.