Magdeburg (dpa/sa) - Das Coronavirus hat Sachsen-Anhalt weiterhin fest im Griff. Am Sonntag meldete das Gesundheitsministerium 191 neue Fälle. Ein weiterer Mensch in Sachsen-Anhalt starb mit einer Infektion, insgesamt beklagt das Land inzwischen 2320 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie.

Nachdem die Werte noch zur Monatsmitte zurückgegangen waren, verzeichnete das Land in den vergangenen Tagen wieder mehr Infektionen. Binnen einer Woche steckten sich von 100 000 Sachsen-Anhaltern 92,6 nachweislich mit dem Virus an. Am vorigen Sonntag hatte die sogenannte 7-Tage-Inzidenz noch bei rund 82,1 gelegen. Der Wert ist maßgeblich für das weitere Verfahren der Politik in der Corona-Krise, Bund und Länder streben einen Wert von unter 35 an.

Während laut Robert Koch-Institut (RKI) Länder wie Baden-Württemberg (44) oder das Saarland (47) inzwischen nicht mehr weit von diesem Zielwert entfernt sind, ist die Lage in Sachsen-Anhalt weiter angespannt. In der RKI-Statistik, die wegen langer Meldevorgänge meist von den Länder-Zahlen abweicht, war Sachsen-Anhalt am Sonntag mit einer 7-Tage-Inzidenz von 88 nach Thüringen (123) das Bundesland mit dem zweitstärksten Infektionsgeschehen. Bundesweit gab das RKI am Sonntag den Inzidenzwert mit 60 an.

© dpa-infocom, dpa:210221-99-533367/2